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Archiv für die 'Sonstiges' Kategorie

Morgellonen, Krätze oder was anderes?

Mittwoch 7. September 2011 von Jasmine

Würmer sind nicht unter der Haut – sondern im Kopf

Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass unter ihrer Haut kleine Tiere unterwegs sind. Die US-Regierung hat nun Ergebnisse einer Studie vorgelegt.

Es ist eine gruselige Vorstellung: kleine Organismen krabbeln, schlängeln und beißen unter der Haut. Manchmal bahnen sie sich den Weg zur Oberfläche und hinterlassen dort seltsame Ausschläge, Flecken oder dünne Fasern – und vor allem einen ganz gehörigen Schrecken. Betroffene beschreiben so seit Jahren ihre Symptome in Internetforen. Und beklagen sich über mangelndes ärztliches Wissen und wenig Bereitschaft, Recherchen zu den belastenden Eindringlingen in ihrer Haut anzustellen.

Denn bis zum Jahr 2002 gab es für diese Krankheit keine Diagnose und keinen Namen. Mary Leitao, eine Biologin aus Pittsburgh, die ihr Kind von solch mysteriösen Eindringlingen befallen glaubte, nannte das Symptombild Morgellonen-Krankheit und gründete kurzerhand die Morgellons Research Foundation, um zu erforschen, wofür sich die Welt der Ärzte und Wissenschaftler aus unerklärlichen Gründen nicht zu interessieren schien. Und das trotz zahlreicher Beweisstücke, die die Patienten gesammelt und den vielen Ärzten vorgelegt hatten, um endlich die physische Ursache für ihr Leiden zu finden.

Immer mehr Menschen meldeten sich bei der Morgellons Research Foundation, Tausende am Ende, die die gleichen Symptome und viele ergebnislose Arztbesuche aufzuweisen hatten. Ihre immer lauter werdende Forderung, endlich adäquat behandelt zu werden, führte schließlich im Jahr 2008 zu einer Anordnung durch die US-Regierung, das Phänomen zu untersuchen.

In den kommenden Monaten sollen nun endlich die Ergebnisse der über drei Jahre laufenden Studie des Center for Disease Control and Prevention erscheinen. Inzwischen hat sich jedoch auch eine andere Studie der Morgellonen-Krankheit angenommen. In der im Mai veröffentlichten Studie der Mayo Clinic unter Leitung von Mark Davis wurden die Symptome und mitgebrachten Proben von 108 Patienten analysiert. Das Ergebnis: Die Eindringlinge befinden sich nicht in der Haut der Betroffenen – sondern in ihrem Kopf.

Nur einer der Patienten hatte etwas Lebendes vorzuweisen, eine Laus. Bei den anderen fanden die Forscher auch mit genauesten mikroskopischen Untersuchungen von Gewebeproben über den gesamten Untersuchungszeitraum keinerlei Anzeichen für eine Infektion oder einen Befall der Haut – weder mit Parasiten noch mit anderen Organismen oder nicht lebenden Elementen.

Neue Form des Wahns
Zwar war die Haut der Betroffenen häufig sehr trocken und belastet, entzündet und mitunter zu tiefen Verletzungen aufgekratzt, doch dies stammte von den verzweifelten Reinigungs- und Entfernungsversuchen mit Pinzetten, Nadeln oder chemischen Tinkturen.

Auch die mitgebrachten Beweisstücke hielten der Untersuchung nicht stand. Es handelte sich um Hautschüppchen, kleinste Haare oder Textilfasern. Ganze zwei Fruchtfliegen sowie eine Milbe und eine Zecke waren dabei. Doch auch sie konnten nicht für das intensive Erleben und die schweren Symptome der Betroffenen verantwortlich sein.

Die Befunde der Studie erklären, warum die wissenschaftliche Gemeinschaft angesichts der neuen unbekannten Krankheit nicht aus dem Häuschen geraten ist. Denn höchstwahrscheinlich handelt es sich bei der Morgellonen-Krankheit einfach um eine neue Variante des sogenannten Dermatozoenwahns, bei der Betroffene fest davon überzeugt sind, von Erregern, Parasiten oder anderen kleinen Lebewesen befallen zu sein.

“Diese Studie ist wichtig für Patienten”, sagt Mark Davis. “Sie glauben oft, dass Ärzte ihre Haut nicht gründlich genug untersuchen. Doch die Studie zeigt, dass auch eine Biopsie die Diagnose Dermatozoenwahn nicht ändert.”

Der Dermatozoenwahn ist bei Dermatologen und Psychologen seit Langem als psychologisches Problem bekannt, das mit den Zeitepochen jedoch mitunter sein Gesicht wandelt. Die ersten Berichte dazu gab es bereits im 17. Jahrhundert – da hatte Leitao auch den Namen Morgellons gefunden.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts vermuteten Betroffene meist einen Befall mit Krätze. Später wurde daraus einer mit Spinnen oder Würmern und schließlich vermehrt Bakterien, Pilzen oder Viren – mikroskopisch kleinen Organismen also.

Organische Beschwerden am Anfang

Die Morgellonen-Krankheit nun ist die erste, bei der auch unbelebtes Material eine Rolle spielt. Experten wie der Dermatologe Wolfgang Harth am Vivantes-Klinikum in Berlin schlagen deshalb vor, den Begriff Dermatozoenwahn in den umfassenderen Begriff Befallswahn umzuwandeln.

Mitunter gibt es für die Beschwerden einen Anstoß, der organischer Natur ist. Krebs, Tuberkulose, Mangel an Vitamin B12, Diabetes oder auch eine Schilddrüsenunterfunktion können etwa durch Kribbelgefühle oder andere seltsame Nebenwirkungen auf der Haut zur Entstehung des Wahns beitragen. Auch die Wechseljahre können solche Symptome verursachen und einen Beitrag leisten. Deshalb trifft der Befallswahn mehr Menschen ab 40 und deutlich mehr Frauen als Männer.

Daneben kann, unabhängig von organischen Ursachen, der Wahn bei den Patienten sowohl isoliert auftreten – dann sprechen die Ärzte von einem primären Wahn –, er kann aber auch als sekundärer Wahn Begleiterscheinung einer anderen psychischen Erkrankung sein, beispielsweise bei Schizophrenien, Depressionen oder Suchterkrankungen. Abhängig von der ursprünglichen Erkrankung können dann Antidepressiva oder Neuroleptika Linderung verschaffen – sofern die Betroffenen bereit sind, diese Medikamente zu nehmen.

Denn Experten sagen, dass die Hartnäckigkeit ein markantes Kennzeichen des Wahns ist. Patienten lassen sich häufig auch unter größten Mühen nicht von ihrem Irrglauben überzeugen – selbst wenn sie nach großen Überredungskünsten endlich Psychopharmaka ausprobieren und die Symptome sich danach bei bis zu zwei Dritteln deutlich bessern oder ganz verschwinden. Häufig jedoch kommt es gar nicht dazu oder die Medikamenteneinnahme wird abgebrochen und der Arzt gewechselt. Deshalb ist es auch so schwierig, kontrollierte klinische Studien mit genügend Teilnehmern durchzuführen.

Es bleibt also fraglich, ob die Mayo-Clinic-Studie dazu beitragen kann, Morgellons-Kranke zu bekehren. Schließlich finden sie in Internetforen jede beliebige Erklärung bis hin zu saftigen Verschwörungstheorien, die es erleichtern, den Wahn aufrechtzuerhalten. Und nicht nur das. Menschen, die ein unspezifisches Kribbeln oder Stechen auf der Haut verspüren, können auf der Suche nach Informationen durch die Internetberichte überhaupt erst auf die Idee gebracht werden, an der Krankheit zu leiden.

Andrew Lustig vom Center for Addiction and Mental Health in Toronto schrieb dazu im Fachjournal “Psychosomatics”: “Die Morgellonsche Krankheit ist ein Internet-Phänomen. Durch die vielen öffentlich gemachten Schilderungen von Patienten in den vergangenen paar Jahren sehen wir einen explosiven Anstieg derer, die sich ebenfalls betroffen fühlen – dabei ist der Dermatozoenwahn seit über 300 Jahren bekannt.”

Sehr gutes Hand Mikroskop um Parasiten auf der Haut zu erkennen.

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Zahnfleischentzündung vermeiden

Sonntag 8. August 2010 von Jasmine

Warum Sie auch bei sorgfältiger Mundpflege regelmäßig zum Zahnarzt gehen sollten

Zahnfleischbluten sollte nicht verharmlost werden. “Es ist immer ein Alarmsignal, das geklärt und behandelt werden muss”, sagt der Zahnarzt Peter Bührens. So sei die häufigste Ursache für Zahnfleischbluten eine Entzündung des Zahnfleisches, eine sogenannte Gingivitis oder eine Entzündung des Zahnhalteapparates, also der Zahnwurzeln oder der Kieferknochen.
Leiden Menschen unter Zahnfleischbluten, so ist ihr Zahnfleisch zugleich meist geschwollen, dunkelrot verfärbt und reagiert empfindlich auf Druck: “Bereits durch leichte Berührung beginnt es zu bluten”, weiß der Schweriner. “Die einzigen Vorbeugemöglichkeiten sind eine sorgfältige Mundpflege und regelmäßige Kontrolluntersuchungen.” Eine falsch sitzende Prothese oder eine zu harte Zahnbürste könnten ebenfalls Blutungen verursachen. “Bemerkt man häufiges Zahnfleischbluten oder schmerzt das Zahnfleisch beim Zähneputzen, dann sollte unbedingt ein Zahnarzt aufgesucht werden.” Typischer Hinweis ist beispielsweise auch ein rötlicher Zahnpastaschaum nach dem Putzen.
Bei leichtem Zahnfleischbluten hilft meist eine Mundspülung mit dem Wirkstoff Chlorhexidin, mit der man den Mund nach dem Zähneputzen durchspülen sollte. In schwereren Fällen erfolge eine gezielte Behandlung des Zahnhalteapparats, mitunter müssten die Zahnfleischtaschen gesäubert und entzündetes Gewebe entfernt werden, sagt Bührens.

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Thrombose vermeiden

Dienstag 4. Mai 2010 von Jasmine

Mit welchen Übungen Sie langes Sitzen ausgleichen können

Sommer, Sonne, Meer — die Aussicht auf einen schönen Urlaub beflügelt uns. Allerdings kann sich auf Langstreckenflügen, langen Fahrten mit dem Auto oder mit der Bahn das Blut in den tiefen Beinvenen stauen. Es kann eine Thrombose entstehen. Für gesunde Menschen besteht aber kein Grund zur Panik. Einfache Übungen und Verhaltensregeln können das Risiko, eine Reisethrombose zu erleiden, deutlich verringern, sagt Dr. Christiane Roick, Ärztin im AOK-Bundesverband.
Erste Hinweise auf eine Thromobose-Gefahr könnten eine Schwellung des Beins, erweiterte oberflächliche Beinvenen, Schmerzen in der Wade beim Fußbeugen, ein örtlicher Druckschmerz sowie eine gerötete oder bläulich glänzende Haut geben. Damit es erst gar nicht so weit kommt, empfehle es sich, häufig auf und ab zu gehen, sagt Roick. Eine effektive Übung sei die sogenannte Wadenpumpe, die das Blut aus den Beinen transportiert: “Füße flach auf den Boden stellen, abwechselnd Fersen und Zehen heben und wieder auf den Boden drücken.” Passagiere mit erhöhtem Risiko sollten während des Fluges und noch zwei Tage danach Kompressionsstrümpfe tragen, rät die Expertin.

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Frühjahrsputz - Sauber, aber sicher!

Freitag 23. April 2010 von Jasmine

Aufräumen, Putzen und kleinere Reparaturarbeiten — nicht nur im Rahmen des Frühjahrsputzes — können Gefahren mit sich bringen. Was Sie tun oder am besten nicht tun sollten, lesen Sie hier:

  • Manch einer wird beim Frühjahrsputz unfreiwillig zum Akrobaten, wenn es mithilfe von Stühlen und anderen Hilfsmitteln dem Staub und Schmutz an Decken und auf Fenstern an den Kragen geht. Wenn keine standsichere Leiter zur Stelle ist, kann vielleicht auch ein langer Besenstiel helfen?
  • Nur nicht hetzen lassen! Eine Ursache für viele Unfälle im Haushalt ist Stress. Der Versuch, möglichst viele Aufgaben in einem kurzen Zeitraum zu erledigen, endet häufig in Hektik. In einer solchen Situation können umherstehende Arbeitsutensilien leicht zur Stolperfalle werden. Auch ein umgestoßener Putzeimer macht doppelt Arbeit.
  • Besondere Vorsicht ist geboten, falls Kinder mit im Haushalt wohnen. Für die neugierigen Kleinen gibt es beim Frühjahrsputz allerhand Neues zu entdecken. Lassen Sie weder Arbeitsgerät noch Reinigungsmittel unbeaufsichtigt stehen. Kinder verwechseln die bunten Reinigerflaschen schnell mit verführerischen Fruchtsäften.
  • Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis macht vieles leichter. Denn Nachbarschaftshilfe kann goldwert sein. Wenn große Möbelstücke zu rücken oder schwere Gegenstände vom Fleck zu hieven sind, können Nachbarn eine große Hilfe sein.
  • Selbst ist der Mann oder die Frau — aber mit Bedacht! Geht es jedoch um Reparaturen an Elektrogeräten oder Sanitärausstattung, sollte auch der bestrebteste Heimwerker den Fachmann zurate ziehen. Unsachgemäße Reparaturen können teure Schäden verursachen.

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Oregano - Heilpflanze

Freitag 5. Februar 2010 von Jasmine

Heilpflanze der Woche -Ein kleiner Italiener: Oregano
Pizza Napoli oder Spaghetti bolognese ohne das würzige Kraut? Undenkbar unitalienisch! In der mediterranen Küche geht nichts ohne Oregano. Und das haben die Urväter von Pasta und Co. klug eingefädelt. Denn er erleichtert uns die mühsame Fettverdauung. Doch damit nicht genug: Ein Aufguss der getrockneten Blättchen hilft bei Appetitlosigkeit, Durchfall, Erkältung, Schlafstörungen, reguliert die Monatsblutung und wirkt bei Husten schleimlösend und beruhigend.

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Migräne erfolgrerich bekämpfen

Donnerstag 4. Februar 2010 von Jasmine

Das hält die Schmerz Attacken im Zaum

Wer seine Migräne durchschaut, der kann gut gegen Sie angehen. Jnser Kopfschmerz-Experte Prof. Dr. Hartmut Göbel erklärt, was jeder selbst tun kann.

Um Migräne richtig zu verstehen, muss man zuerst einmal wissen, wie Kopfschmerzen entstehen und was da eigentlich wirklich “wehtut”. Prof. Hartmut Göbel erklärt: “Das Nervensystem von Migräne-Patienten steht ständig unter Hochspannung. Reize werden schneller vom Gehirn aufgenommen. Dafür ist wahrscheinlich eine Veränderung im Erbgut verantwortlich.”

Das Nervensystem steht ständig unter Hochspannung

Durch die dadurch ausgelöste Überlastung kann es zu einem Zusammenbruch der Energieversorgung der Zellen kommen. Botenstoffe werden von den Nervenzellen freigesetzt, entzünden die Wände der Adern der Hirnhäute und verursachen so die typischen Migränekopfschmerzen. “Die optimale Behandlungsmethode bei Migräne ist, die persönlichen Auslösefaktoren zu finden”, ist sich der Gründer der Schmerzklinik Kiel sicher. Denn bei Menschen, die die “Fähigkeit” zu Migräne-Attacken haben, können verschiedenste Faktoren einen Anfall in Gang bringen. “Dies können äußere Reize wie Lärm sein, Wetterveränderungen, ungewohnte körperliche und psychische Belastungen, Änderungen des regelmäßigen Tagesablaufes oder auch Hormonveränderungen, z. B. während der Menstruation.”
Hat man seine persönlichen Auslöser herausgefunden, sollte man natürlich versuchen, sie zu vermeiden. Oftmals geht das ganz leicht — man verzichtet auf Alkohol oder isst regelmäßig. Wie will man allerdings Prüfungsstress oder Wetterwechsel von sich fernhalten?
Prof. Göbel: “Das geht natürlich nicht. Aber man kann sich antrainieren, scheinbar übermächtige negative Faktoren im Alltag gelassener zu sehen. Und lernen, “Nein” zu sagen. Regelmäßige Pausen sind mein Geheimtipp für einen entspannteren, produktiven Tag.” Meist sind gleich mehrere Auslösefaktoren wirksam. Dann ist die Wahrscheinlichkeit für häufige Attacken sehr hoch.

Dem Alltagsstress einfach gelassener gegenübertreten

Wichtig für Migräne-Patienten ist es, die besondere Leistungsfähigkeit ihres Nervensystems nicht zu überstrapazieren. Dazu trägt besonders ein strukturierter Tagesrhythmus bei. Wesentlich ist die regelmäßige Einnahme der Hauptmahlzeiten, insbesondere ein umfangreiches, kohlenhydratreiches Frühstück in aller Ruhe. Nach der langen Nachtphase sind nämlich alle Speicher der Nervenzellen erschöpft und müssen wieder aufgefüllt werden. “Als Energieträger können Nervenzellen nur Kohlenhydrate verwenden” erklärt Prof. Göbel. Auch ausreichendes Trinken (zwei bis drei Liter am Tag) kann Attacken vorbeugen.

Eine regelmäßige Kohlenhydratzufuhr hilft vorbeugen

“Auch am Wochenende sollte der Wecker wie üblich zum gemütlichen kohlenhydratreichen Frühstück klingeln. Danach kann man sich beruhigt wieder ins Bett kuscheln.” Dazu können vorbeugende Medikamente — zuverlässig über längere Zeit eingenommen — helfen, die Reizempfindlichkeit zu reduzieren. Bei Ausbruch einer Attacke benötigt man zusätzlich ein Akutmedikament.
Und wann sollte man zum Arzt? “Wenn eine befriedigende Behandlung der Schmerzen nicht möglich ist, sie häufig auftreten, sich ändern oder Medikamente nicht helfen und so Arbeitsausfälle entstehen!”. rät Prof. Göbel.

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Efeu - Grüner Mantel fürs Haus

Montag 18. Januar 2010 von Jasmine

Efeu wächst nahezu überall und rankt in fast jedem Garten an Mauern oder Bäumen hinauf. Doch die immergrüne Kletterpflanze hat auch eine heilende Wirkung: Wissenschaftler der Universität Würzburg haben sie darum zur “Arzneipflanze des Jahres 2010″ gekürt. “Efeu ist genau wie die Pfefferminze eine sehr bekannte Pflanze, über deren Heilwirkung aber nur wenige Menschen Bescheid wissen”, sagt Johannes Gottfried Mayer, Medizinhistoriker an der Universität Würzburg. Bereits die Ärzte der Antike nutzten Efeublätter und Efeufrüchte als Schmerzmittel oder in Salben verarbeitet bei Verbrennungen. Heute kommt ein Extrakt aus den gelappten Blättern des Efeus zum Einsatz. “Er bessert die Beschwerden bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen und bei akuten Entzündungen der Atemwege. Auch bei Keuchhusten wird er zur Linderung eingesetzt”. Im Garten ist Efeu eine beliebte Pflanze für den Schatten, einige Sorten eignen sich aber auch für die Sonnenseite: Vor allem buntlaubige Sorten benötigen Sonnenstrahlen, um ihre vielfältigen Farbschattierungen zu erhalten. Manche Hausbesitzer schätzen den Efeu auch als selbst klimmenden Fassadenkletterer und immergrünen Hausmantel. Vorsicht ist aber bei schadhaftem Putz geboten: Efeu sucht sich energisch einen Weg ins Mauerwerk und kann hier Schaden anrichten. Auch Spalten unter Fensterbänken sowie zwischen Fensterrahmen und Wand sind vor seinem Eindringen nicht sicher.

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