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Archiv für die 'Spartipps' Kategorie

Strom sparen

Dienstag 8. Februar 2011 von Jasmine

Unser Umweltthema der Woche: Geld aus der Steckdose: Strom sparen - aber richtig!

In Zeiten steigender Energiekosten müssen wir als Verbraucher immer mehr Geld ausgeben, um unsere Stromrechnung zu bezahlen. Ein guter Grund, sich mit Energiesparmöglichkeiten im Alltag zu befassen. Doch wo lässt sich Strom sparen?
Hier kann ein Stromverbrauchszähler Aufschluss geben. Mit diesem kleinen Gerät, das einer elektronischen Schaltuhr ähnlich sieht, lässt sich der Verbrauch jedes einzelnen Elektrogeräts genau ermitteln. So können Sie leicht herausfinden, wo sich die großen “Stromfresser” in Ihrem Haushalt verbergen. Stromverbrauchszähler gibt es im Handel ab etwa 20 Euro - je nach Modell können Sie nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch direkt die anfallenden Kosten ablesen.

Tageslicht nutzen
Fast 10 Prozent des häuslichen Stromverbrauchs gehen auf das Konto der Beleuchtung. Mit dem Austausch herkömmlicher Glühbirnen gegen Energiesparlampen können Sie bis zu 80 Prozent Energie einsparen und damit Ihren Geldbeutel spürbar entlasten. Noch mehr sparen Sie natürlich, wenn Sie das Licht erst gar nicht einschalten müssen. Nutzen Sie das Tageslicht optimal, um den Einsatz künstlicher Lichtquellen zu minimieren. Vermeiden Sie nach Möglichkeit dunkle Vorhänge oder große Pflanzen vor den Fenstern, denn sie schlucken viel Tageslicht. Dagegen verstärken helle Wandfarben oder reflektierende Lampenschirme die Beleuchtungswirkung.

Gerätetemperatur überprüfen
Auch bei Kühl- und Gefriergeräten können Sie schon mit einfachen Mitteln eine Menge Strom sparen. Neben der richtigen Innentemperatur (Kühlschränke circa 7 Grad, Tiefkühlgeräte circa minus 18 Grad) ist auch der Standort ausschlaggebend für den Stromverbrauch: Je kälter insbesondere Ihr Tiefkühlgerät steht - zum Beispiel im Keller - desto weniger Strom wird benötigt. Als Faustregel gilt hier: Eine 1 Grad höhere Außentemperatur entspricht einem rund 6 Prozent höheren Energieverbrauch. Räumen Sie Ihre Kühl- und Gefriergeräte so ein, dass Sie die gesuchten Lebensmittel schnell finden und die Türen nicht unnötig lange geöffnet sind.

Unser Tipp: Ein Inhaltsverzeichnis außen am Tiefkühlgerät angebracht kann die Suche erheblich erleichtern. Auch eine praktische Hilfe im Kühlschrank sind Körbchen für Wurst und Käse. Schließen Sie die Kühlschranktür, nachdem Sie das Körbchen herausgenommen haben. Sie brauchen die Tür erst wieder zu öffnen, wenn Sie Ihre Produkte in Ruhe ausgesucht haben.

Standby-Verluste vermeiden
Viele Elektronikgeräte wie Fernseher, DVDPlayer oder Radio verfügen über einen Bereitschaftsbetrieb (Standby-Funktion). Sie schalten das Gerät zwar ab, dennoch bleiben einige Funktionen aktiv und verbrauchen Strom. Trennen Sie deshalb diese Geräte komplett vom Stromnetz - am einfachsten geht das mit einer abschaltbaren Steckerleiste. Behalten Sie bei Neuanschaffungen immer auch den Stromverbrauch im Blick. Denn viele Geräte begleiten Sie über Jahre hinweg, weswegen sich gerade bei Großgeräten Unterschiede bei den Betriebskosten unterm Strich wesentlich stärker bemerkbar machen als ein paar Euro mehr oder weniger beim Anschaffungspreis.
Energieexperten gehen in privaten Haushalten von Stromeinsparpotenzialen von bis zu 50 Prozent aus. Unnötigen Stromverbrauch einzudämmen spart Geld und schützt die Umwelt. Natürlich lohnt sich auch ein Preisvergleich unter den Stromanbietern — hier ergeben sich oft weitere Einsparmöglichkeiten. Bezieht man dann noch Ökostrom, leistet man einen optimalen Beitrag zum Umweltschutz.

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Bei Waschmaschinen Energie sparen

Mittwoch 2. Februar 2011 von Jasmine

Längeres Waschen zahlt sich aus

Hätten Sie das gedacht? Mit sogenannten Kurz- oder Schnellprogrammen von Waschmaschinen können Sie nicht wirklich Energie sparen. Der Grund liegt bei dem Trio, das für saubere Wäsche sorgt: Temperatur, Waschmittel und Mechanik. Jeden dieser Faktoren können Sie individuell auswählen. Ein Mehr oder Weniger bei einem dieser Punkte wird dann durch Änderungen bei einem anderen ausgeglichen. Und genau hier liegt die Antwort, warum Kurzprogramme verhältnismäßig viel Wasser und Energie verbrauchen. Denn die Zeitersparnis geht zu Lasten der Temperatur — es muss meist bei höheren Gradzahlen gewaschen werden. Waschmaschinen benötigen jedoch zum Erwärmen des Wassers viel Energie, für das Drehen der Waschtrommel hingegen vergleichsweise wenig. Wenn Sie genügend Zeit haben, sollten Sie deshalb auf eine niedrige Waschtemperatur und eine längere Laufzeit setzen.
Hinzukommt, dass bei gleicher Gradzahl die Wäsche umso sauberer wird, je länger das Programm dauert. Oft reicht schon eine Wassertemperatur von 40 Grad aus, um die Reinigungswirkung des Waschmittels voll auszunutzen — aber nur, wenn die Waschzeit entsprechend lang ist.

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Heizkosten sparen

Mittwoch 12. Januar 2011 von Jasmine

Tip der Woche: Umweltbewusst und nachhaltig leben leicht gemacht — Praxisnahe Tipps rund um Natur-, Umwelt- und Klimaschutz.

Heizkosten machen rund 80 Prozent aller Energiekosten eines Haushalts aus. Und gerade hier kann man mit der richtigen “Handumdrehung” eine Menge Heizenergie — und damit bares Geld — einsparen. Egal ob Sie Mieter oder Hauseigentümer sind; mit den folgenden Tipps können Sie ohne großen Aufwand ihren Verbrauch an Heizenergie senken und aktiv die Umwelt schonen.
Wichtigster Punkt bei der Heizenergieeinsparung ist die Wahl der richtigen Raumtemperatur. Denn bereits 1 Grad Celsius Temperaturabsenkung spart rund 6 Prozent Heizkosten ein. Im Wohnbereich beispielsweise werden rund 20 Grad empfohlen, im Schlafzimmer sind 16 Grad ausreichend. Bei selten genutzten Bereichen wie Flur, Treppenhaus oder Kellerräumen kann die Temperatur sogar noch niedriger sein — etwa 12 Grad. Auch nachts oder wenn Sie länger abwesend sind, sollten Sie die Raumtemperatur um einige Grad absenken. Die passende Heizstufe zu der jeweiligen Gradzahl können Sie der Bedienungsanleitung Ihres Thermostats entnehmen.
Raumtemperatur richtig wählen
Bei Räumen, die im Winter nicht genutzt werden, bringen Sie das Thermostat am besten auf die Einstellung “Eiskristall” — dann wird der Raum nicht geheizt, ist aber gegen Frost geschützt. Ich werde meine Thermostate gegen elektronische Temperaturregler austauschen. Diese regeln nicht nur die Temperatur punktgenau, man kann auch Schaltzeiten für Nacht- und Abwesenheitsabsenkungen einprogrammieren.
Diese Regler sind im Handel je nach Modell für rund 20 bis 40 Euro erhältlich und leicht an die Heizungsventile anzuschließen. Beachten sollte man beim Kauf solcher Elektronikregler, dass sie mit aufladbaren Batterien betrieben werden können — ein Vorteil für den Geldbeutel und die Umwelt.
Sorgen Sie für dichte Fenster und Türen und erneuern Sie defekte Dichtungen rechtzeitig. Schließen Sie nachts die Rollläden oder Vorhänge — damit können Sie Wärmeverluste deutlich reduzieren. Achten Sie zudem darauf, dass die Wärme Ihres Heizkörpers ungehindert in den Wohnraum gelangen kann. Möbel oder Gardinen vor den Heizkörpern führen zu einem Wärmestau und erhöhen die Heizkosten.
Räume regelmäßig lüften
Lüften Sie Ihre Räume mehrmals täglich. Drehen Sie dabei die Heizung ab und öffnen Sie das Fenster für rund sechs Minuten vollständig. Diese sogenannte Stoßlüftung ist gekippten Fenstern in jedem Fall vorzuziehen. Übrigens schließen viele Elektronikregler beim Lüften automatisch das Heizventil. Lassen Sie Ihre Heizung regelmäßig prüfen und entlüften Sie Ihre Heizkörper bei Bedarf. “Gluckst” Ihr Heizkörper, ist das ein Zeichen dafür, dass er Luft enthält. Auf diese Weise wird die Wärmeleistung unnötig eingeschränkt. Öffnen Sie mit einem Entlüftungsschlüssel das Entlüftungsventil so lange, bis es zu tropfen beginnt — das ist das Zeichen dafür, dass die Luft entwichen ist.
Je nach Bauart Ihrer Haustür können Sie Energieverluste zudem durch einen Zugluftstopper verhindern. Im Handel gibt es Zugluftstopper in verschiedenen Formen und Farben, zum Beispiel als “Zugluftdackel”. Alternativ können Sie einfach eine Decke zusammenrollen und vor den Türschlitz am Boden legen. Mit der Umsetzung dieser einfachen Maßnahmen können bis zu rund 30 Prozent Heizenergie eingespart werden. Einsparungen, die Ihrer Haushaltskasse gut tun und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.

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Ariel Vollwaschmittel Betrug

Sonntag 4. April 2010 von Jasmine

Flüssiges Ariel-Vollwaschmittel in gleich großen Flaschen, aber mit unterschiedlichen Inhalts­mengen, Dosierungs­empfehlungen und Preisen – das täuscht vermutlich viele Käufer. Sogar so sehr, dass es im Internet dazu eine Präsentation gibt: “Ariel und die Mathematik”. test.de wollte es genau wissen und kaufte ein. Hier das Ergebnis.

Die Produkte

Drei gleich große Flaschen Ariel Flüssigwaschmittel, aber drei unterschiedliche Füllmengen, die kaum zu erkennen sind.

Ende Juli 2009 kaufte die Stiftung Warentest am selben Tag drei Flaschen des Flüssigwaschmittels Ariel Klassik ein. Dies war der einfache Teil. Doch dann kam die Verwirrung auf: Die Flaschen sind alle gleich groß. Sie unterscheiden sich nur geringfügig durch die Etiketten auf der Vorderseite. Nur durch einen kritischen Blick auf den durchsichtigen Streifen an der Seite der Flaschen ist die Füllhöhe zu erkennen: Alle drei enthalten unterschiedliche Mengen an Flüssigwaschmittel. Dies bestätigt die Inhaltsangabe auf der Rückseite der Produkte. Eine Flasche enthält 1,26 Liter, die anderen 1,4 beziehungsweise sogar 1,5 Liter flüssiges Vollwaschmittel.

“Ariel und die Mathematik”

Im Internet kursiert seit einiger Zeit die Präsentation “Ariel und die Mathematik”. Hintergrund dieser Ariel-Waschmittelrechnung ist die knallgelbe Werbung auf der 1,4-Literflasche: “+10% mehr Inhalt“. Im Vergleich zum 1,26-Liter-Gebinde stimmt die Aussage. Jedoch nicht zur 1,5-Literflasche. Der Anbieter Procter & Gamble hat prompt auf die in Internetforen und per E-Mail verbreitete Präsentation reagiert. In der Meldung liest es sich so, als ob eine 1,5-Liter-Flasche seit 2005 nicht mehr im Angebot ist. Ein Mengenvergleich mit dieser Flasche in alter Form verbiete sich deshalb. Komisch nur, dass die Stiftung Warentest auf ihrer Einkaufstour eine neugeformte 1,5-Liter-Flasche in den Regalen fand, die auf den ersten Blick nicht von den anderen Flaschen zu unterscheiden ist.

Die Preise

Weiter gehts mit den Preisen. Auch hier ist nicht alles einfach zu verstehen. Bei derselben Drogeriekette gabs die 1,26- und die 1,4-Literflasche zum selben Preis von jeweils 5,45 Euro. Das 1,5-Liter-Produkt kostete bei der Konkurrenz aber nicht mehr, sondern weniger – obwohl es mehr Waschmittel enthält. Der Preis dafür: 4,45 Euro. Der Preis pro Liter liegt also zwischen 2,97 Euro bei 1,5-Litern und 4,32 Euro bei 1,26-Litern.

Die Dosierungsempfehlungen

Und das Verwirrspiel geht weiter, da sich die Dosierungsempfehlungen unterscheiden. Beispiel normal verschmutzte Wäsche: Der Hersteller hat die Empfehlung mittlerweile geändert. Laut Etikett reichen daher 1,5 Liter für 20 Wäschen (20x75ml), die 1,4 Liter für “18+2″ Wäschen (20x70ml). Wem der Kopf an dieser Stelle noch nicht raucht, die Rechnung geht weiter – nämlich mit den Kosten pro Waschgang. Im Fall der 1,5-Liter-Flasche sind es 22 Cent, beim 1,4-Literprodukt 27 Cent. Trotz geringerer Ergiebigkeit ist erstere daher die preisgünstigere Alternative.

Das Fazit: Mogelpackung

Klar ist: Kaum ein Verbraucher kann dieses Verwirrspiel erahnen. Wer hat schon Füllmengen und Anzahl der Waschgänge im Kopf, wenn er Waschmittel einkauft. Nur kritischen Käufern wird der Unterschied zwischen alter und neuer Packung auffallen – vorausgesetzt, diese stehen gleichzeitig im Regal. Für die Stiftung Warentest ist das daher ein typisches Beispiel für eine Mogelpackung.

Werbung mit Testsiegel

Zudem finden Käufer auf der gelben Schürze der 1,4-Liter-Flasche zusätzlich Werbung für zwei Ariel-Produkte mit test-Qualitätsurteil. Dabei handelt es sich aber um Compactpulver von Ariel, die mit dem Flüssigwaschmittel nichts zu tun haben. Das ärgert zusätzlich. Immerhin: Pulver schnitt in den vergangenen Waschmitteltests stets besser ab als die flüssigen Produkte. So auch im aktuellen Test.

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Energie sparen ohne zu frieren

Mittwoch 10. März 2010 von Jasmine

Durchschnittlich 140 Euro mehr mussten Bewohner einer 70 Quadratmeter Wohnung für die Heizkosten im Jahr 2009 aufbringen. Das geht aus dem aktuellen Heizkostenspiegel des Deutschen Mieterbunds hervor. Auch wenn die Kosten für 2010 wohl niedriger ausfallen werden, lohnt es sich, Energie zu sparen.

  • Temperatur absenken Wer konsequent in jedem Raum die Temperatur nur um ein Grad absenkt, kann aufs Jahr gerechnet ca. 50 Euro sparen (Beispiel bezieht sich auf 75 Quadratmeter). Bei längerer Abwesenheit sollten Sie die Heizung auf das Frostschutz-Symbol zurückdrehen.
  • Heizkörper entlüften Wenn Ihre Heizkörper und -rohre laut gluckern, müssen sie entlüftet werden. Drehen Sie das Entlüftungsventil mit einem Spezialschlüssel (ca. 3 Euro, Baumarkt) auf, und lassen Sie Wasser ablaufen (Schüssel oder Tasse drunterstellen). Spart gut 20 Euro im Jahr, und die Wärme kann wieder besser zirkulieren.
  • Programmieren Bequem programmierbare Thermostate ermöglichen eine automatische Absenkung der Raumtemperatur zu festen Zeiten (z. B. Ihre Arbeitszeiten oder zur Nachtruhe).
  • Stoßlüftung Für den idealen Luftaustausch sollten Sie drei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten stoßlüften Dazu die Heizung runterdrehen, Fenster oder Balkon-/Terrassentür weit aufmachen. So wird feuchte Luft durch trockene Luft ersetzt, die Temperatur wird um zwei Grad herabgesetzt. Ersparnis: knapp 100 Euro im Jahr.
  • Nicht verdecken Gut 24 Euro sparen Sie im Jahr, wenn Ihre Heizkörper ihre Wärme frei abgeben können und nicht hinter Möbeln oder Vorhängen verschwinden.
  • Fugen & Fenster gut abdichten Mit Dichtungsbändern oder einem “Zugluftdackel” sollten Sie zugige Fenster und Türen gut abdichten. Denn dort “verheizen” Sie sonst rund 40 Euro im Jahr!

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Kühlen und Einfrieren

Donnerstag 25. Februar 2010 von Jasmine

Worauf Sie beim Kauf einer Kühl-Gefrier-Kombination achten sollten

Nicht immer ist in Haus oder Wohnung Platz für zwei separate Geräte zum Kühlen und Einfrieren. Dann ist ein Kombigerät eine sinnvolle Lösung, sagt Wohn- und Haushaltsexpertin Brigitte Kluth-Kosnik von der Stiftung Warentest in Berlin. Ihr Test-Team hat 22 Kühl und Gefrier Kombinationen auf Herz, Nieren und Energieverbrauch geprüft. Die meisten Kombi-Kühler erzielten gute oder sehr gute Ergebnisse. Gleichwohl sei hier wie auch anderswo billig nicht immer mit preiswert gleichzusetzen, resümiert Kluth-Kosnik.
“Energieeffizienzklasse A klingt eigentlich ganz “positiv”, erklärt die Warentesterin. Doch sollten sich die Verbraucher beim Kauf von Kühl-und Gefriergeräten nicht täuschen lassen: Geräte der Klasse B gibt es kaum noch und Klasse A ist nur noch drittklassig. “Wer einen geringen Stromverbrauch wünscht, muss auf die A+ oder die noch bessere A++Deklaration achten”, weiß Kluth-Kosnik und warnt: “Lassen Sie sich von der Werbung nicht verleiten, ein unnötig voluminöses Modell zu wählen.” Große Geräte verbrauchten deutlich mehr Strom als kleine. Das belege der im Test ermittelte Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr.

Stromverbrauch

Mehr Leistung bedeutet dabei stets mehr Energieaufwand. Geräte mit größerem Gefrierfach ziehen durchweg mehr Strom aus der Steckdose als solche mit geringem Frostvolumen. Marktüblich sind Kombigeräte mit 40 bis 85 Litern Platz fürs Einfrieren. Man sollte also vor dem Kauf gut überlegen, wie viel Gefrierraum wirklich benötigt wird.
Auch die besonders komfortablen Kühlschränke mit Kaltlagerfächern brauchen nach Kluth-Kosniks Angaben mehr Strom als Standard-Kombis. Die mit 0 bis 3 Grad Celsius besonders kühlen Kaltlagerfächer sollen die Lebensmittel länger frisch halten. Besonders noble Kombis bieten sogar zwei verschiedene Kaltfächer mit unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit: ein trockenes für Fleisch und Wurst und ein eher feuchtes Fach für Obst und Gemüse.
Ebenso sorgt No-Frost-Technik im Gefrierteil zwar automatisch für regelmäßiges Abtauen, benötigt dafür aber Strom. Eingespart wird mit diesem Extra allerdings im Gegenzug der Energieverlust durch das nun überflüssige Abtauen von Hand.

Der richtige Standort

Beim Preisvergleich der Stiftung Warentest stellte sich heraus, dass Hersteller und Händler bei Einbaugeräten kräftiger hinlangen als bei Standgeräten. “Wenn Sie wählen können und es irgendwie geht, sollten Sie sich also für ein Standgerät entscheiden”, empfiehlt die Expertin. Die seien im Schnitt deutlich preiswerter und obendrein spare man die Kosten für den Einbau. “Meist sehen die Standgeräte auch noch richtig cool aus”, meint Kluth-Kosnik.
Die Standortwahl für die Kühl-Kombi sollte indessen wohl überlegt sein. Denn je wärmer die Umgebung, desto mehr muss der Kühlschrank arbeiten. Neben dem Heizkörper oder dem Backofen steht das Gerät da her besser nicht, da dies den Strom verbrauch erheblich in die Höhe treiben kann.
Temperier- und Warnsysteme könen hingegen den Gebrauch erleichtern: Wenn etwa die Türen versehentlich einmal nicht ganz geschlos sen sind oder der Strom ausfällt ertönen bei guten Geräten Signale Einige Fabrikate informieren sogar im Nachhinein darüber, ob die Temperatur im Gefrierteil während de Störfalls auf bedenkliche Werte angestiegen ist.

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Schneller kochen mit weniger Strom

Sonntag 27. Dezember 2009 von Jasmine

Welche Vorteile Induktionskochfelder den Verbrauchern bieten

Die surrenden, vibrierenden, manchmal knackenden Kochtöpfe sind nicht Jedermanns Sache. Gleichwohl biete ein Herd mit Induktionskochfeldern handfeste Vorteile, sagt Brigitte Kluth-Kosnik, Expertin für Haushaltsgeräte bei der Stiftung Warentest in Berlin: “Die Hersteller werben mit geringerem Stromverbrauch, und das stimmt auch.”
Die Energie-Einsparungen fielen bei manchen Induktionsmodellen allerdings geringer aus als erhofft. Ursache sei ein bei einigen Geräten deutlich höherer Standby-Verbrauch. Außerdem müssen Küchenbesitzer, die auf Induktion umsteigen, in das eine oder andere neue Kochgeschirr investieren, denn es können nur magnetisierbare Töpfe und Pfannen eingesetzt werden. “Die erkennt man im Handel an einem Zeichen mit Magnetspule”, sagt Kluth-Kosnik.
Durch die elektromagnetische Heiztechnik entsteht auch das permanente Surrgeräusch, das je nach Gefäß und Füllung stärker oder schwächer zu vernehmen ist.
“Beim Induktionskochen bildet sich die Hitze direkt im Geschirrboden”, erklärt die Fachfrau. Durch flache Kupferspulen unter der Glaskeramik fließt Wechselstrom mit etwa 20 bis 60 Kilohertz und erzeugt ein elektromagnetisches Wechselfeld. Der Kochtopfboden nimmt es auf, wandelt es in Wärme um und erhitzt seinen Inhalt. Dabei entstehen feine Vibrationen, die das Geräusch erzeugen.

Geringere Garzeit

Nimmt man den Topf von der Kochzone, so verschwindet das Magnetfeld und der Strom schaltet ab. “Die Topferkennung ist beim Induktionskochfeld also inklusive”, sagt Kluth-Kosnik: “Und weil die Hitze im Geschirr entsteht, bleibt die Glaskeramik vergleichsweise kühl. Besonders für Haushalte mit Kindern ist das ein weiterer Vorteil und auch das mühsame Putzen eingebrannter Speisereste entfällt.”
Kunden wissen besonders die schnelleren Kochzeiten der Induktionsfelder zu schätzen. So ergab die Versuchsreihe der Stiftung Warentest, dass diese Kochfelder bei allen Testgerichten im Normalbetrieb rund ein Viertel weniger Garzeit benötigten als die konventionellen strahlungsbeheizten Felder, die ihre Eigenhitze durch die Glaskeramik hindurch an den Topf abgeben.

Gesundheitlich okay

Noch schneller geht es bei Betätigung der sogenannten “BoosterFunktion”, über die fast jedes Induktionssystem verfügt. “Der Booster steigert die Leistung einer einzelnen Kochzone, indem er sie von anderen Kochfeldern abzieht”, erklärt die Fachfrau: “Eineinhalb Liter Wasser kommen damit in drei bis viereinhalb Minuten auf 90 Grad.” Bei normaler Einstellung dauert es bei gleichem Stromverbrauch etwa eineinhalb Minuten länger. Dagegen benötigen strahlungsbeheizte Felder für die gleiche Menge Wasser etwa neun Minuten.
Die gute Nachricht: Gesundheitliche Vorbehalte gegen die Induktionstechnik konnten die Prüfer der Stiftung Warentest nicht bestätigen. “Wenn der Topf richtig auf der Fläche steht, halten sich die magnetischen Streufelder in harmlosen Grenzen”, sagt Brigitte Kluth-Kosnik. Die getesteten Geräte reizen den EU-Grenzwert gerade mal bis zu 16 Prozent aus und liegen damit deutlich im grünen Bereich.

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