Gut zu Fuß durch den Sommer

Die warmen Sommertage machen Lust auf neue Sandalen und Barfußlaufen am Strand. Leider offenbaren sie jedoch auch die Folgen eines allzu langen Winters: Nach Monaten in engen Winterstiefeln und schwitzigen Turnschuhen ist so mancher Fuß unansehnlich geworden. Zum Glück verwandeln sich mit der richtigen Pflege auch blasse und schwielige Exemplare rasch wieder in ansehnliche Vorzeigemodelle, weiß die Podologin Barbara Lauer aus Hanau.

„Besonders für Menschen, die berufsbedingt viel stehen, ist etwa ein abendliches Fußbad eine Wohltat“, sagt die medizinische Fußpflegerin. „Badezusätze können den Effekt zusätzlich verstärken. Produkte mit Kampfer beispielsweise regen die Durchblutung an, während Aloe Vera feuchtigkeitsspendend wirkt und dem Austrocknen vorbeugt.“ Die Füße sollten anschließend gut mit einer Feuchtigkeitscreme eingerieben werden. „Wer das klebrige Gefühl nicht mag, nimmt einfach speziellen Feuchtigkeitsschaum, der sofort einzieht“, sagt Lauer.

Die richtige Creme

Ein Hauptbestandteil vieler Fußpflegeprodukte ist Urea, also Harnstoff. Besonders hoch dosiert ist er wegen seiner feuchtigkeitsspendenden Wirkung in sogenannten Schrundencremes: „Schrunden sind tiefe und oftmals schmerzhafte Risse in der Hornhaut, die meistens im Fersenbereich entstehen, wenn die Haut dort zu trocken ist“, erklärt Lauer. Begünstigt wird die Entstehung durch eine übermäßige Verhornung der Haut. Ein Phänomen, an dem vor allem falsches Schuhwerk schuld ist.

„Schuhe sollen den Füßen passen und nicht dem Kopf. Aber gerade Frauen ignorieren das gerne und nehmen lieber Schwielen und Blasen in Kauf, anstatt die schicken neuen Stilettos im Regal stehen zu lassen“, sagt die Podologin. Gegen diese fortwährende Misshandlung wehrt sich der Fuß: „Wenn die Haut an einer Stelle permanent Druck und Reibung ausgesetzt ist, bildet sich dort verstärkt Hornhaut. Das ist eigentlich ein ganz normaler Schutzmechanismus, sieht aber oft sehr unschön aus und kann sehr schmerzhaft werden. Spätestens dann, wenn sich daraus ein sogenanntes Hühnerauge entwickelt.“

Wer der Hornhaut selbst zu Leibe rücken möthte, sollte in jedem Fall auf minderwertige Hornhautraspeln verzichten und sich für einen Bimsstein entscheiden, rät die Fuß-Expertin. „Mit dem wird die Verhornung nach und nach abgetragen, während bei der Raspel schon ein einziger Zug zu viel böse Wunden verursachen und die Hornhautbildung weiter anregen kann.“ Wer bereits Hühneraugen hat, der sollte nicht selbst daran herumdoktern, sondern seine Füße in die geschulten Hände einer medizinischen Fußpflegerin legen.

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