Kapern kapern deutsche Küchen
Montag 22. März 2010 von Jasmine
Eine kleine grüne Delikatesse bahnt sich ihren Weg nach ganz oben
Die Mittelmeerküche ist bunt und gesund. Viele frische Zutaten, ein Schuss Olivenöl und unzählige Gewürze — fertig ist der Mix des Südens. Und mittendrin, ganz klein und unscheinbar, tummeln sich die Kapern. Lange führten Kapern bei uns ein unentdecktes Schattendasein, doch langsam aber sicher entdeckt die deutsche Küche die kleinen Stars für sich und tut gut daran.
Kapern wachsen in ihrer Heimat, der Mittelmeerregion, auf stacheligen Sträuchern, nicht selten wild. Pflücker sind meist im Morgengrauen unterwegs und ernten die zarten, geschlossenen Blütenknospen in mühevoller Handarbeit. Roh sind sie ungenießbar, der grüne Edelstein muss erst geschliffen werden. In Salzlake oder Essig eingelegt verlieren die runden Knospen ihre Bitterstoffe und entwickeln sich zur Delikatesse, mit sehr feinem, herbwürzigem Aroma.
Die ältere Schwester der Kaper ist der Kapernapfel. Er ist größer, schmeckt intensiver und hat einen Stiel. Kapernäpfel sind die blühenden Früchte jenes Kapernstrauches, der nicht vorher seine Knospen lassen musste. Dabei gilt für Kapern wie für Kapernäpfel: Je kleiner, desto delikater; desto beliebter bei Feinschmeckern.
Knospen für Klopse
Im Mittelmeerraum gehören Kapern zum Küchenalltag wie Salz und Pfeffer. Würzig eingelegte Früchte werden gerne als Vorspeise gereicht oder dienen als kleiner Snack. Südländische Schleckermäuler schätzen die Kombination aus zartem Fleisch und herben Kapern. Hierzulande bevölkern die kleinen grünen Dinger vor allem Speisen, die eine gewisse Säure vertragen. Bekanntestes Beispiel: die Soße zum kulinarischen Klassiker Königsberger Klopse.
Auch eine leckere Remoulade nimmt Kapern gerne in ihren Reihen auf. Dazu gibt es Hering oder geräucherten Lachs — beide verstehen sich gut mit der grünen Köstlichkeit. Nicht zu vergessen ganz alltägliche Gerichte: Wie wäre es mit Nudelsalat mit Gemüse, getrockneten Tomaten und Kapern?
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 22. März 2010 um 14:30 und abgelegt unter Ernährung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.





