Wenn die Angst Angst macht

Wenn die Angst Angst macht – Nicht aufgeben, wenn sich die Angstspirale wieder dreht!

Wenn nur meinem Kind nichts zustößt! Bloß nicht den Job verlieren! Hoffentlich habe ich keine unheilbare Krankheit! — Schreckliche Gedanken, die jedem mal durch den Kopf gehen. Im Grunde meint es die Evolution nur gut mit uns: Angst ist eine natürliche Schutzreaktion.

Problematisch wird es nur, wenn aus dem Ausnahmegefühl der Normalfall, aus der Angst die Angstspirale wird. Eine verbreitete Variante des Leidens ist die Generalisierte Angststörung, kurz GAD (englisch: Generalized Anxiety Disorder).

Rund ein Viertel aller Menschen leidet irgendwann im Leben unter einer Angststörung, Frauen meistens mehr als Männer. Die dafür typischen Angstanfälle und Panikattacken entbehren jeder tatsächlichen Gefahr und türmen sich häufig noch zu einer Erwartungsangst — der Angst vor künftiger Angst — auf. Die GAD äußert sich etwa in Antriebslosigkeit, Herzrasen, Schwindel und Schlaflosigkeit. Nicht selten rutschen Betroffene sogar in Depression oder Alkoholabhängigkeit hinein.

In der ärztlichen Praxis wird die Generalisierte Angststörung häufig nicht richtig diagnostiziert. Wenn doch, unterziehen sich die Betroffenen meist einer Psychotherapie oder einer ergänzenden Arzneigabe. Die Psychotherapie versucht, die tief in die Persönlichkeit reichenden Ursachen der Angst zu ergründen, ihren Verlauf bewusst zu machen.

„Bislang wurden bei Generalisierten Angststörungen vorwiegend bestimmte Antidepressiva verschrieben, teilweise auch manche Benzodiazepine“, sagt Prof. Hans-Peter Volz aus Werneck.

Die Nachteile: Benzodiazepine können schnell abhängig machen, Antidepressiva setzen oft bis zu ihrem Wirkeintritt eine längere Einnahme voraus. „Eine schnelle, lang anhaltende und Angst lösende Alternative bietet der Wirkstoff Pregabalin, der seit 2006 auch für die Generalisierte Angststörung zugelassen ist.“ In jedem Fall sollten sich Menschen mit einer Angststörung nicht zurückziehen. Das Gespräch in der Familie, mit Freunden sowie der Austausch in einer Selbsthilfegruppe können bereits die ersten Schritte aus der Angstfalle weisen.

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