Der richtige Sonnenschutz

Die Schattenseite der Sonne. Der richtige Sonnenschutz auf der Haut sorgt für Sicherheit im Sommer.

Wer sich lange und viel in der Sonne aufhält, ohne seine Haut mit dem richtigen Sonnenschutz vor den UV-Strahlen zu schützen, riskiert seine Gesundheit. Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit, sind besonders gefährlich. Aber auch übermäßiger UV-Kontakt ohne Sonnenbrand kann zu Hautschädigungen und Hautkrebs führen. Das Risiko steigt außerdem durch bestimmte individuelle Faktoren wie helle Haut, große angeborene Muttermale sowie viele erworbene Leberflecke. Der kurzzeitige plötzliche Kontakt der Haut ohne Sonnenschutz mit sehr intensiven UV-Strahlen wie beim Karibikurlaub begünstige vor allem, dass schwarzer Hautkrebs entsteht, erläutert Professor Eckhard Wilhelm Breitbart von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Kontinuierliche UV-Belastung, wie sie zum Beispiel ein Straßenarbeiter oder Landwirt hat, werde als Hauptursache für den weißen Hautkrebs gesehen.

Aufenthaltsdauer in der Sonne

In Sachen UV-Schutz verhalten sich viele Menschen laut Breitbart immer noch falsch. „Die größten Fehler sind, dass die Aufenthaltsdauer in der Sonne falsch berechnet wird und man sich zu spät auf ein Sonnenschutzmittel verlässt“, erklärt der Experte. Allein um die auf der Verpackung angegebene Schutzwirkung zu erreichen, brauche man zwei Milligramm Sonnenschutzmittel pro Quadratzentimeter Haut. Für eine drei- bis vierköpfige Familie wäre daher locker eine Flasche Sonnenschutzcreme pro Tag vonnöten.

Sicher geschützt ist daher nur, wer die UV-Strahlung auf ein für die Haut verträgliches Maß reduziert und die Sonne vor allem in Zeiten mit sehr hoher UV-Intensität meidet. Zwischen 11 und 15 Uhr gehen knapp 80 bis 90 Prozent der gefährlichen UV-Strahlung nieder. In diesen Stunden sollte man nicht am Strand oder in der Sonne sein. Für den Rest der Zeit gewähren zusätzlich zur Sonnencreme nur eine sonnengerechte Kleidung mit Kopfbedeckung und Sonnenbrille für den richtigen Sonnenschutz.

Früherkennung

Aber nicht nur beim UV-Schutz, auch bei der Früherkennung besteht Verbesserungsbedarf. Mit dem kostenlosen Hautkrebsscreening für Versicherte ab 35 Jahren ist es zwar gelungen, immer mehr Hautkrebserkrankungen bereits in einem früheren Stadium zu entdecken. „Wir sehen aber immer noch sehr viele Fälle, in denen die Hautkrebserkrankung schon fortgeschritten ist. Frauen kommen meist eher als Männer zur Vorsorge“, sagt Professor Lucie Heinzerling von der Melanom-Ambulanz am Hautkrebszentrum der Uniklinik Erlangen.

Gute Heilungschancen

Im Frühstadium erkannt ist Hautkrebs sehr gut heilbar. Diese Chance schwinde jedoch vor allem beim schwarzen Hautkrebs sehr schnell. „Ein malignes Melanom wächst oft zügig und bildet sehr früh Metastasen“, erklärt die Forscherin. Auch jüngere Menschen zeigten mitunter Melanome in bereits fortgeschrittenen Stadien.

Unser Tipp: Weitere Information zum Thema Sonnenschutz bietet die Arbeitsgemeinschaft Dermatologischer Prävention auf ihrer Internetseite: www.unserehaut.de

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