Schluckimpfung

Schluckimpfung schützt vor Rotaviren
Jedes zweite Kind steckt sich in den ersten Lebensjahren mit Rotaviren an. Die Viren sind extrem widerstandsfähig und können auf Spielzeug, Möbeln und Co. überleben. Gegen Seife und Desinfektionsmitteln sind sie resistent.
Gelangen sie in den kleinen Organismus, dann verursachen sie schweren Brechdurchfall. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern ist mit Brechdurchfall nicht zu spaßen. Beim Erbrechen und Durchfall wird nicht nur der Virus aus dem kleinen Körper geschwemmt, sondern auch lebensnotwendige Salze, Mineralien und vor allem Flüssigkeit – bei Säuglingen und Kleinkindern manchmal mit dramatischen Folgen. Der kleine Organismus kann den Flüssigkeitsverlust nicht ausgleichen und trocknet in nur wenigen Stunden aus, nach kaum einem Tag sieht die rosige Haut des sonst so wohlig pausbäckigen Wonneproppens aus “wie Dörrobst”, so Dr. Markus Rose, Oberarzt für Infektiologie und Epidemiologie am Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Eine Schluckimpfung kann vor den fünf wichtigsten Virus-Typen, die für über 98 Prozent aller Rotavirus Durchfälle verantwortlich sind, schützen. Die Impfung wird im Säuglingsalter dreimal verabreicht. Möglich ist dies schon ab einem Alter von sechs Wochen. Die gut verträgliche Schluckimpfung kann im Zuge der üblichen Vorsorgeuntersuchungen gleich beim Kinderarzt mit durchgeführt werden.

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