Stiefmütterchen und Hornveilchen

Fröhliche Frühlingsboten – Stiefmütterchen und Hornveilchen machen jetzt Ihren Garten schön bunt

Das Garten Stiefmütterchen gilt als Klassiker unter den Veilchengewächsen und behauptet seit Langem einen festen Platz bei der Bepflanzung von Beeten und öffentlichen Anlagen. Zur Gattung Viola zählen ungefähr 400 Arten, die über die ganze Erde verbreitet sind. „Aus zahlreichen Kreuzungen der Wildform mit anderen Arten sind die Garten-Stiefmütterchen als Kulturform entstanden“, erklärt Maria Mail-Brandt, Betreiberin eines Internetportals für Veilchen.
Das wilde Stiefmütterchen ist eine alte Heilpflanze und wächst in ganz Europa auf Wiesen, Weiden und Äckern. „Wie der lateinische Name schon sagt, kommt das Stiefmütterchen in der Natur nur in drei Farben vor: Gelb, Weiß und Violett“, sagt Maria Mail-Brandt. Dank gärtnerischer Züchtungsarbeit gibt es Garten-Stiefmütterchen mittlerweile in vielen Farbvariationen und Sorten.
Die Neuzüchtungen zeichnen sich in Blütengröße, Reichblütigkeit oder Farbintensität besonders aus. Nach Auskunft von Maria Mail-Brandt werden Gartenstiefmütterchen als Ein- oder Zweijährige kultiviert. „Generell sind die Pflanzen kurzlebig, samen sich aber reichlich aus“, so die Gartenexpertin. Wenn man Verblühtes sofort abknipst, blühen sie besonders lange.
„Die Sorte ,Gelb mit Auge‘ ist eindeutig am beliebtesten, gefolgt von weißen und blauen Stiefmütterchen“, erklärt Gärtner- meister Oliver Pabst. Gelb sei gerade nach dem Winter eine anziehende Farbe. „Sie ist einfach das Sinnbild für den Frühling“, sagt der Fachmann. In der Gartenpraxis habe sich außerdem herausgestellt, dass gelbe Stiefmütterchen deutlich länger halten als ihre andersfarbigen Schwestern. „Viele Stiefmütterchen bilden lange Stiele, sobald es wärmer wird. Sie werden dann zu schwer und fallen schnell um. Die Sorte „Gelb mit Auge“ bleibt am kompaktesten“, so Pabst.

Pflanzbedingungen
Zunehmend gewinnt das aus den Pyrenäen stammende Hornveilchen an Beliebtheit: Seine teilweise leicht duftenden Blüten ähneln stark den Garten-Stiefmütterchen, doch sie sind viel kleiner. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Sorten, die durch Kreuzungen entstanden sind. „Mit ihren kleinen Blüten kommen sie der Urform der Stiefmütterchen am nächsten. Nach einiger Zeit bilden sie richtige Polster, aus denen immer neue Blüten nachwachsen“, sagt Oliver Pabst.
Hornveilchen verwandeln kahle Gartenflächen wochenlang in ein vielfarbiges Blütenmeer. Erst warme Sommertage im Juni lassen den Blütenreichtum versiegen. Stiefmütterchen und Hornveilchen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen lockeren, nährstoffreichen Boden. „Sie lassen sich mit vielen anderen Frühlingsblühern wie Primeln, Tausendschön oder Vergissmeinnicht in Schalen, Kästen oder Beeten kombinieren“, sagt Gärtnermeister Pabst.
In sonniger Lage ist regelmäßiges Gießen erforderlich. Stiefmütterchen eignen sich als Bodendecker etwa unter Rosen und passen auch zu Zwiebelblumen und sommerblühenden Stauden.

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Ein Kommentar

  1. Morgen erstmal, also an dieser Stelle erstmal ein Lob

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