Wertvolles wissen aus Omas Zeiten

Bei leichten Infekten oder Schmerzen wirken Omas Hausmittel wahre Wunder

0b Fieber, Hexenschuss oder Sodbrennen — Oma hatte immer ein passendes Hausmittelchen parat. Heute sind die überlieferten Gesundheits- und Genesungstipps beliebter denn je. Welche Hausmittel wirklich helfen und wie diese richtig angewendet werden, erklärt Dr. ChristophGärard Stein, Arzt bei der BKK Gesundheit.

Fieber: Bei einer fiebrigen Erkrankung ist das beste und zugleich einfachste Mittel die Bettruhe. Der Körper muss sich jetzt erholen und braucht Kraft für seine Abwehr. Darüber hinaus sollte man jetzt ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei anhaltenden hohen Temperaturen helfen Wadenwickel, das Fieber zu senken. Denn die kalten feuchten Wickel sorgen auf der heißen Haut für eine Verdunstung des Wassers. Die Kälte die dabei entsteht entzieht dem Körper die Hitze und sorgt so für Abkühlung. „Wenden Sie die Wadenwickel jedoch nur bei Temperaturen von 39,5 Grad und höher an. Das Fieber hilft dem Körper, Bakterien und Vieren auszuschalten“, rät Dr. Stein.

Husten: Gegen schleimigen Husten hilft Großmutters Zwiebelsirup. Dafür wird eine Zwiebel fein gewürfelt, gut mit Zucker bestreut und zugedeckt etwa ein bis fünf Stunden stehen gelassen. Den Saft, der sich auf der Zwiebel gebildet hat, kann man anschließend teelöffelweise über den Tag verteilt einnehmen. Die Zwiebel hat eine stark desinfizierende Wirkung, ihre ätherischen Öle lösen den Husten und das Vitamin C, das reichlich in der Zwiebel vorhanden ist, stärkt das Immunsystem. Bei trockenem Husten, der zugleich von Fieber begleitet wird, hilft Birnensaft hervorragend. Er kühlt und befeuchtet die Schleimhäute, ohne sie zu verschleimen.

Warm und kalt

Erkältung: Die altbewährte Hühnersuppe hilft bei einer Erkältung wirklich. Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Suppe eine entzündungshemmende Wirkung hat und dadurch Linderung verschafft. Nasenspülungen mit Salzwasser und das Inhalieren verflüssigen den Schleim, sodass dieser leichter ausgeschieden wird.

Hexenschuss: Das beste Mittel gegen einen sogenannten Hexenschuss ist eine starke Rücken- oder Bauchmuskulatur. Sportvereine, Fitness-Studios oder auch Volkshochschulen bieten entsprechende Rückenkurse an. Die meisten Krankenkassen erstatten hierfür die Kosten. Sollte die Muskelverspannung trotzdem auftreten, hilft bei den meisten Menschen Wärme oder Kälte. Jeder Betroffene sollte für sich selbst austesten, welche Behandlung besser wirkt.
Für die Wärmeanwendung gibt es in der Apotheke Wärme- oder Fangopackungen, die zu Hause erhitzt werden. Auch Kirschkernkissen können verwendet werden. Bei Kälte hilft ein einfaches Eispad aus dem Gefrierschrank, das auf die betroffene Stelle am Rücken gelegt wird.

Nasenbluten: Bei Nasenbluten hilft es, den Kopf nach vorne zu beugen und nicht in den Nacken zu legen und die Nase circa zehn Minuten lang mit den Fingern zuzudrücken. Danach sollte man einen halben Tag lang nicht die Nase schnäuzen.

Sodbrennen: Gegen die Übersäuerung des Magens oder der Speiseröhre ist Lakritze ein wirksames Mittel. Sehr wirksam ist darüber hinaus „Heilerde“. Das Mineralpulver wirkt säurebindend und lindert daher das Brennen und das Aufstoßen. Omas Tipp bei akutem Sodbrennen: Kartoffelsaft. Der Saft frischer roher, möglichst roter Kartoffelknollen wirkt sowohl gegen die Säurebildung als auch bei anderen Magenbeschwerden.

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