Reiseapotheke für den Urlaub

Für viele beginnt nun bald die lang ersehnte Urlaubszeit, auf die man sich seit geraumer Zeit gefreut hat. Dabei wird oft verdrängt, daß bereits kleine Gesundheitsprobleme den Urlaub so richtig vermiesen können. Nachfolgend einige Hinweise die dies verhindern sollen.

Vor dem Urlaub
Überprüfen Sie, ob ein ausreichender Schutz gegen Wundstarrkrampf besteht, was übrigens nicht nur im Hinblick auf den Urlaub wichtig ist. Je nach Reiseland kann eine Impfung gegen Typhus, Cholera, Gelbfieber, Hepatitis A und B sowie eine Malariaprophylaxe sinnvoll sein. Einen immer größeren Stellenwert besitzt der Schutz vor der Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis (FSME), die durch Zecken übertragen wird. Empfehlenswert ist ferner ein Besuch beim Zahnarzt. Bei längeren Flügen oder Busreisen kann eine Thromboseprophylaxe sinnvoll sein.

Was gehört in die Reiseapotheke?
Die übliche Reiseapotheke sollte Verbandszeug für kleinere Verletzungen wie elastische Binden, Mullbinden, Pflaster, Wunddesinfektionsmittel, Einmalhandschuhe und eine Pinzette enthalten. Bei den Medikamenten, die man mitnimmt, sollten chronisch Kranke auf jeden Fall daran denken, einen ausreichenden Vorrat der ständig benötigten Arzneimittel mitzunehmen, davon einen Teil im Handgepäck. Zur „Standardausrüstung“ gehören außerdem Arzneimittel, die der Linderung und Behandlung leichterer Beschwerden dienen, wie Reisetabletten, Schmerzmittel, Sonnenschutzmittel und eine Wund und Heilsalbe. Dabei sollte man berücksichtigen, daß diese auch für mitreisende Kinder geeignet sind.

Magen Darmbeschwerden sind ein lästiges Problem
Dazu zählen Magenschmerzen, Durchfälle aber auch Verstopfung. Ursachen können Reisestreß, Klimawechsel oder ungewohntes Essen sein. Magenverstimmungen können durch Präparate gelindert werden, die überschüssige Magensäure binden. Bei Verstopfungen kann abends ein Abführmittel genommen werden, das nach ca. zehn Stunden am nächsten Morgen für die ersehnte Erleichterung sorgt.
Etwa jeder zweite Tourist leidet zeitweise an Durchfällen, insbesondere zur Beginn des Urlaubs. Das größte Problem durch die häufigen Stuhlabgänge sind der hohe Flüssigkeitsverlust und der Verlust von Mineralsalzen und Spurenelementen, auf die der Kreislauf empfindlich reagiert. Für diese Fälle gibt es fertige Elektrolytmischungen, die in Wasser aufgelöst werden.

Logistische Hinweise
Bei flüssigen Arzneimitteln besteht die Gefahr eines Glasbruches, Zäpfchen können bei hohen Temperaturen schmelzen. Daher sollte man prüfen, ob nicht ein Umsteigen auf Tabletten oder Kapseln möglich ist, die außerdem ein geringeres Gewicht aufweisen. Emulsionen können sich bei höheren Temperaturen entmischen. Daher ist eine Salbe vorteilhafter als eine Creme. Bei der Bestückung der Reiseapotheke sollte man berücksichtigen, ob man einen Badeurlaub geplant hat, wo Hilfe wesentlich leichter verfügbar ist oder ob man einen „Abenteuerurlaub“ abseits der Zivilisation verleben will, wo geringere Hygienestandards und weitere Wege zu einem Arzt und Apotheker einkalkuliert werden müssen. Bei der Auswahl der für Sie richtigen Arzneimittel sowie für spezielle Hinweise, die Ihre individuelle Situation berücksichtigen, sollten Sie die Kompetenz Ihrer Apotheke nutzen.

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