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Archiv für die 'Garten' Kategorie

Gesunde Gartenarbeit

Donnerstag 18. November 2010 von Jasmine

Grünwerk verrichten - Wie die Gartenarbeit auch im Alter noch Freude macht

Auch wer jahrzehntelang passionierter Hobbygärtner war, merkt mit den Jahren: Gartenarbeit ist anstrengend. Je nach körperlicher Verfassung empfinden viele Senioren die Hege und Pflege der Pflanzen auf Dauer als beschwerlich. Wer den Garten aber rechtzeitig entsprechend umgestaltet, kann ihn auch weiterhin als Ort der Entspannung und nicht der Mühe erleben.

Ernte
Vor allem die Kultur und Pflege großer Pflanzen bereitet im Alter oft erhebliche Probleme. “Die häufigste Unfallursache, nicht nur im Haushalt, sondern auch im Garten, ist der Sturz von irgendwelchen Aufstiegskonstruktionen und Leitern, da nicht genug auf Standsicherheit geachtet wurde”, sagt Matthias Walheim vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen in Friedberg. Bei einer seniorengerechten Pflanzung sind dagegen Pflege und Ernte vom Boden aus möglich. “Die Baumschulen bieten mittlerweile eine große Palette von schwach wachsenden oder klein bleibenden Pflanzen sowohl für den Obst- als auch den Ziergarten an”, sagt Walheim. Insbesondere Spalierobst ist nach Auskunft von Walheim für ältere Gartenbesitzer interessant. Auch Pflanzen, die als Hochstämmchen oder Pyramide gezogen wurden, erleichtern die Gartenarbeit: Für Ernte und Pflege müssen sich die Gärtner nicht bücken.

Geräte
“Die Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Menschen im Garten ist bei vielen Gartenplanern noch nicht ins Bewusstsein gerückt”, erzählt Katja Richter, die mit ihrem Büro in Freiburg Mitglied in einem Internetnetzwerk für Gartenberatung ist. Dabei hätten viele gerade im Ruhestand viel Zeit für den Garten und darüber hinaus auch meist einen reichen Schatz an Gartenweisheiten, der nicht brach liegen sollte. Richters praktischer Tipp: Mit einem Rollhocker werden die unvermeidbaren Arbeiten am Boden bequemer. Eine zweirädrige Schubkarre kann auch mit einer Hand geschoben werden, während die andere Hand für eine Gehhilfe frei bleibt. “Bei den Gartengeräten tauchen immer wieder neuartige, zum Teil gewöhnungsbedürftige Varianten auf, die helfen sollen, die eingesetzte Kraft möglichst effektiv zu übertragen”, sagt die Gartenplanerin. Richtig angewendet seien sie eine echte Erleichterung. Bei allen Geräten sollte man auf leichtes Material achten. Hilfreich sind Teleskopstiele, die man an die Körpergröße anpassen kann.

Gärtner
Nicht nur Rosen, sondern auch Stauden wie Monarden und Duftnesseln, Nachtviolen und Steinkraut oder ein begehbarer Duftrasen aus Teppichkamille machen einen Garten attraktiv. Wer sich jedes Jahr jahreszeitliche Neupflanzungen sparen will, sollte daher über ein Staudenbeet nachdenken. Stauden kommen jedes Jahr wieder und benötigen wenig Pflege. Mit geschickter Planung bleiben die Beete lange Zeit pflegeleichte Flächen, die Unkräutern kaum Chancen lassen. Möchten Gartenbesitzer aber auch im Alter auf pflegeintensive Sommerblumenbeete nicht verzichten, können sie mit einem Landschaftsgärtner einen Pflegevertrag abschließen. Damit lassen sich nach Auskunft der Fachleute auch mit überschaubarem Budget anspruchsvolle Gestaltungen erhalten.

Beete
“Eine erhebliche Arbeitserleichterung ist der Einsatz eines Hoch oder Tischbeetes im Garten”, sagt Gartenbauingenieur Matthias Walheim. Bei beiden Varianten wird das Beet in eine angenehme Höhe geholt. Allerdings sei ein Hochbeet immer noch mit Arbeitsaufwand verbunden. Insbesondere für Rollstuhlfahrer empfiehlt der Experte daher ein Tischbeet, bei dem Blumen oder Gemüse in einen mit Erde gefüllten Tisch gepflanzt werden. Es ist leicht von allen Seiten zu bearbeiten und bei einer Höhe von etwa 70 Zentimetern angenehm zu erreichen. „Eine solche stabile Holzkonstruktion kann auch individuell bei einem Schreiner angefertigt werden”, erklärt Matthias Walheim. Darüber hinaus seien Blumenampeln mit den entsprechenden Pflanzenarten eine dekorative sowie rücken- und knieschonende Alternative.

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Felsenbirne schützt vor Sommer-Grippe

Sonntag 23. Mai 2010 von Jasmine

Gartenbesitzer schätzen sie wegen ihrer Blütenpracht. Für unsere Gesundheit sind die aromatischen Früchte zu empfehlen. Sie enthalten viel Vitamin C, das unsere Abwehrkräfte stärkt. Ihre Ballaststoffe halten den Darm gesund. Dazu kommt Magnesium, das Krämpfen vorbeugt, und Kalzium, das die Knochen stärkt. Außerdem sind die Beeren pektinhaltig. Das hilft nicht nur beim Gelieren. Pektin macht im Körper Eiweiße unschädlich, die bei der Krebsentstehung eine wichtige Rolle spielen.

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Bohnen - Worauf Sie achten sollten

Sonntag 23. Mai 2010 von Jasmine

Frisch vom Markt: Mit ein paar einfachen Kniffen schmeckt das klassische Sommergemüse herrlich aromatisch. Worauf es beim Einkauf und in der Küche ankommt, lesen Sie hier bei Tipps und Tricks:

  1. Frischetest Achten Sie darauf, dass das Gemüse knackig und gleichmäßig gefärbt ist. Die Hülsen dürfen keine Flecke aufweisen. Bricht man sie durch, muss die Bruchstelle schön saftig sein.
  2. Vorbereiten So entfernen Sie die Samenhülle der dicken Bohnen: mit kochendem Wasser überbrühen, herausdrücken. Fäden braucht man heute bei grünen Bohnen nicht mehr zu ziehen — sie wurden weggezüchtet.
  3. Richtig würzen Bohnenkraut verstärkt das Aroma der Bohnen, macht sie besser verdaulich. Da es sehr intensiv ist: Stiele zusammenbinden, nach dem Garen wieder herausnehmen.
  4. Nicht roh essen Bohnen enthalten einen Stoff namens Phasin. Beim Verzehr des rohen Gemüses kann es deshalb zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Deshalb sollten Sie frische Bohnen immer mindestens 10 Minuten kochen, dadurch wird das Phasin zerstört und sind nicht mehr giftig.
  5. Farbe erhalten Garen Sie das Gemüse in möglichst wenig Salzwasser, und schrecken Sie es hinterher in Eiswasser ab. So färben sich die Bohnen nicht grau.
  6. Garwasser verwenden Das Kochwasser ausreichend lang gegarter Bohnen können Sie als Basis für aromatische Soßen verwenden. Blanchierwasser besser wegschütten, darin kann sich noch Phasin befinden.
  7. Schnell verbrauchen Durch ihren relativ hohen Eiweißgehalt verderben Bohnen rasch. Im Kühlschrank sind sie maximal zwei Tage haltbar. Am besten wickeln Sie das Gemüse dafür portionsweise in feuchte Tücher.
    Bereits welke Bohnen vor der Zubereitung für etwa 15 Minuten in kaltes Wasser legen, dadurch werden sie wieder etwas knackiger.

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Wespen, Mücken, Ameisen & Co

Donnerstag 20. Mai 2010 von Jasmine

Das vertreibt effektiv die lästigen Plagegeister - Es summt und sirrt, krabbelt, fliegt, beißt und sticht — Insekten und Ungeziefer sind jetzt ganz besonders aktiv. Lassen Sie sich nicht den Sommer vermiesen. Wir sagen, was gegen die Tierchen hilft

Kennen Sie das? Kaum haben Sie es sich mit Kaffee und Kuchen im Garten gemütlich gemacht, kommt auch schon irgendein Insekt angeflogen und will entweder Ihnen oder dem Kuchen an den Kragen. Das muss nicht sein! Mit diesen Tipps und Tricks erfolgreich zur Gegenwehr.

  • Tipps und Tricks gegen Wespen & Bienen Decken Sie süße Speisen und Getränke ab. Lassen Sie Obst (auch Fallobst) nicht offen liegen. Trinken Sie nicht aus dunklen Flaschen oder Dosen. Stellen Sie mit Nelken gespickte Zitronenscheiben oder eine Schale mit Salmiakgeist auf. Verzichten Sie auf parfümierte Sprays und Seifen.
  • Tipps und Tricks gegen Ameisen Vermeiden Sie stehende Feuchtigkeit (z. B. Putzwasser auf der Terrasse), lassen Sie Lebensmittel nicht offen stehen. Streuen Sie im Haus Natron oder Talkumpuder aus. Hat sich draußen eine Ameisenstraße gebildet, bauen Sie mit Backpulver und Honig eine Barriere. Haben Sie das Ameisennest gefunden, gießen Sie kochendes Wasser mit Essigessenz hinein.
  • Tipps und Tricks gegen Mücken Hängen Sie Mückennetze in die Fensterrahmen, damit die Plagegeister gar nicht erst in Ihr Zuhause kommen (selbstklebende Netze gibt es in Drogeriemärkten oder Modelle zur Montage mit Rahmenbausatz im Baumarkt). Von den vielen Mückenschutzmitteln hilft nur die Lotion “Autan Active”.
  • Tipps und Tricks gegen Schnecken Über Nacht können die lästigen Nacktschnecken ganze Beete ruinieren. Gießen Sie lieber nicht abends, die Schnecken können sonst nur noch leichter in Ihr Beet gleiten. Bewährt haben sich Schneckenzäune, an denen die Tiere einfach abrutschen oder Kupferdraht rund ums Beet. Schnecken meiden Kupfer. Oder: Gießen Sie flüssiges Moosextrakt über Ihre Pflanzen. Sammeln Sie abends zusätzlich aktive Schnecken ein (z. B. mit einer Holzzange), und bringen Sie sie weg von Ihrem Grundstück (z. B. in Park oder Waldstück).
  • Tipps und Tricks gegen Zecken Meiden Sie das Unterholz, Wiesen und Hecken. Tragen Sie helle, lange Kleidungsstücke und geschlossene Schuhe. Suchen Sie abends Kleidung und Körper nach Zecken ab und natürlich das Fell Ihres frei laufenden Haustiers. Zecken mit der Zeckenzange (Drogerie) senkrecht rausziehen.

Kategorie: Schädlinge & Ungeziefer, Schädlinge und Ungeziefer | Keine Kommentare »

Weißkohl - Vitaminpower vom Acker

Freitag 7. Mai 2010 von Jasmine

Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller, Dass sie von dem Sauerkohle Eine Portion sich hole, Wofür sie besonders schwärmt, Wenn er wieder aufgewärmt…

Wilhelm Busch setzte in seinem Böse-Buben-Stück “Max und Moritz” Deutschlands bekanntestem Gemüse ein Denkmal: dem Weißkohl, den sich schon die alten Griechen schmecken ließen. Zum Beispiel als Krautsalat zu gegrilltem Fleisch, das man heute als Gyros kennt.
450.000 Tonnen Weißkohl pro Jahr werden hier zu Lande geerntet. 70.000 Tonnen davon kommen als Sauerkraut auf den Tisch. Botanisch gesehen gehören alle Kohlarten zu den Kreuzblütern. Weißkohl gibt es als Advents- (April bis Juni), Früh( Juni bis September), Herbst- (September bis Dezember) und Dauerweißkohl (November bis Juni). Aber auch als Spitzkohl (Mai bis Dezember). Die Sorten unterscheiden sich nach Kopfform und Anbauzeit. Die festen Köpfe bilden sich aus hell gelblichgrünen bis kräftig grünen Blättern. Die Außenblätter sind von einer Wachsschicht bedeckt. Die meisten in Deutschland angebauten Kohlarten sind ganzjährig erhältlich, so auch der Weißkohl.
Der Prozess, der aus Weißkohl Sauerkraut werden lässt, war schon vor Jahrtausenden bekannt. Hauptakteure sind Legionen fleißiger Milchsäurebakterien. Doch bevor sie zum Zuge kommen, müssen die Kohlköpfe auf den Feldern zur richtigen Größe reifen.
Nicht jeder Kohl darf später Sauerkraut werden. Da geht es um Aussehen, Kopfgröße, Fruchtzuckergehalt, Aroma und Strunkanteil. Welche Kohlsorte angebaut wird, legt die verarbeitende Industrie auf Basis detaillierter Anbau- und Lieferverträge mit den Landwirten zusammen fest. Gepflanzt wird Mitte Mai, geerntet zwischen September und November - immer noch in Handarbeit.
Sauerkraut lässt sich auf viele Arten verwenden. Er passt zu Kartoffeln, Milch und Käse, Obst und Nüssen, Fleisch und Geflügel, was schon Witwe Bolte wusste. In der modernen Küche ist Sauerkraut in Wraps und anderem Fingerfood zu finden.
Übrigens, in Dithmarschen, Europas größtem geschlossenen Kohlanbaugebiet, geht’s bei den “Kohltagen” vom 18. bis 23. September hoch her.

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Die Heilkraft der Küchenkräuter

Dienstag 4. Mai 2010 von Jasmine

Kerbel, Melisse oder Liebstöckel bringen Pep in den Speiseplan. Und sie können noch mehr: Sie liefern wertvolle Pflanzenstoffe, die uns fit halten und viele Beschwerden lindern.

Die Natur ist der beste Arzt. Das wussten schon die Mönche und Nonnen im Mittelalter. Im 8. bis 13. Jahrhundert waren sie für die medizinische Versorgung der Menschen zuständig. Dafür sammelten sie Wissen von den Ägyptern, Griechen, Kelten und Germanen und entwickelten die Klostermedizin. Neue Forschungen bestätigen diese alten Erfahrungen. Immer mehr Pflanzenstoffe sind wissenschaftlich geprüft, ihre positive Wirkung bestätigt. Das Wunderbare an den heilenden Pflanzenstoffen: Sie haben meist weniger Nebenwirkungen als chemische Mittel. Und diese Heilkraft steckt auch in Pflanzen, die wir alle kennen, die wir einfach und preiswert nutzen können. Vor allem Küchenkräuter sind Medizin: Denn besonders jene Stoffe, die ihnen Geschmack und Duft geben, wirken heilsam im menschlichen Körper.

Kerbel entschlackt den Körper
Für Ihre Gesundheit: Das Kraut liefert einen Mix aus Bitterstoffen und ätherischem Öl, der Leber und Nieren anregt und entwässert. Das verbessert die Entgiftung und Entschlackung. Deshalb ist Kerbel ein wichtiges Heilkraut für eine effektive Frühjahrskur, am besten als Tee: 1 TL getrocknetes oder 2 TL frisches Kraut mit 15o ml Wasser überbrühen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Für die Kur trinken man über 4 Wochen täglich 2 bis 3 Tassen.
In der Küche: Das zarte Anis-Aroma passt gut zu hellen Soßen, Fisch, Eierspeisen, Spargel, Suppen, Gurkensalat, Quarkspeisen. Getrockneter Kerbel mit Salz gemischt ergibt ein mildes Kräutersalz.

Brunnenkresse heilt den Hals
Für Ihre Gesundheit: Wissenschaftlich anerkannt ist die Wirkung gegen Halsentzündungen und Katarrhe der oberen Atemwege. Brunnenkresse liefert Stoffe, die Bakterien und Viren abtöten. Das lindert Entzündungen und Schmerzen. Kresse wirkt gut als frisch gepresster Saft aus der Apotheke. Man sollte 3 Tage lang täglich 60 bis 150 ml Saft mit Wasser verdünnt trinken.
In der Küche: Brunnenkresse liefert viel Chrom, das bremst den Appetit. Deshalb sind die grob gehackten Blättchen nicht nur wegen des Geschmacks super zum Salat vor dem Hauptgang. Fein gehackt, gibt das frische Küchenkraut Cremesuppen und Geschnetzeltem von Huhn und Lamm eine leichte Schärfe.

Rosmarin stärkt den Kreislauf
Für Ihre Gesundheit: Rosmarin liefert ein starkes ätherisches Öl. Es regt den Kreislauf an, hebt zu niedrigen Blutdruck, gibt neue Energie bei Erschöpfung. Rosmarin wirkt gut als Bad: 30 g getrocknete, grob zerkleinerte Rosmarin-Nadeln mit 70 g Meersalz im Mörser gründlich zermahlen. Eine Handvoll ins Wasser geben, nicht länger als 15 Minuten bei höchstens 4o Grad baden.
In der Küche: Passt zu allen mediterranen Gerichten. Besonders lecker: Legen Sie einen Rosmarin-Zweig zu Lamm, Geflügel oder Kartoffeln in die Pfanne oder in den Ofen. Rosmarin sollte man von Anfang an mitgaren.

Liebstöckel lindert Blasen-Entzündung
Für Ihre Gesundheit: Das ätherische Ö1 der Liebstöckelwurzel wirkt harntreibend und löst Krämpfe. Ein Tee hilft bei Blasen- und Harnwegs-Entzündungen. 2 TL Wurzel aus der Apotheke mit 250 ml Wasser überbrühen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 2 Tage lang täglich 2 bis 3 Tassen trinken. Sind die Beschwerden dann nicht weg, sollte man zum Arzt gehen. Nicht anwenden bei Nierenkrankheiten und in der Schwangerschaft.
In der Küche: Passt frisch gehackt gut zu Suppen, Soßen, Eintöpfen und Lamm. Das Maggi-Aroma peppt auch grünen Salat, Tomaten- und Paprika-Salat auf. Die Stängel kann man gedünstet als Gemüse essen.

Melisse fördert den Schlaf
Für Ihre Gesundheit: Die zitronigen Würzstoffe aus den Blättern beruhigen das Nervensystem. Das hilft gut gegen Einschlafstörungen durch Stress und Unruhe. Tee: 2 TL frische Blätter mit 150 ml Wasser überbrühen, zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Zu den Mahlzeiten je 1Tasse trinken, die letzte etwa 3o Minuten vor dem Schlafengehen. Das kann man durchgehend jeden Tag machen. Als Gesichtswasser reinigt der kühle Tee die Haut porentief. Er wirkt antibakteriell, das kann Akne lindern.
In der Küche: Kleine Melisse-Blättchen verfeinern mit ihrem frisch-fruchtigen Aroma alle Salate, außerdem Desserts wie Speiseeis und Dessert-Soßen, Fruchtbowlen und Limonaden.

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Kohl als Hausapotheke

Dienstag 13. April 2010 von Jasmine

Die meisten Menschen kennen Kohl nur als Gemüsebeilage, doch schon seit der Antike, aber spätestens, seit Captain Cook mit Sauerkraut seine Mannschaft gesund hielt, hat er sich in den Kräuterbüchern der Naturheilkunde einen festen Platz erworben. James Cook dürfte bereits damals gewusst haben, dass sich Kohlblätter, insbesondere die von Wirsing, bestens zur Wundheilung eignen und schon manche offene Wunde schließen konnten. Kohlumschläge bewähren sich auch als Linderung bei Gürtelrose, allen Arten von Ausschlägen sowie Verbrennungen.

Schutz vor Krankheiten

Die moderne Medizin konnte die Wirkung der meisten traditionellen Kohlanwendungen bestätigen, fand aber einige neue, überraschende hinzu. Von großer Bedeutung beim Kohl sind etwa seine erst in den letzten 15 Jahren näher untersuchten sekundären Pflanzenstoffe, insbesondere die Glucosinolate. Sie sind in den Senfölen von Kohl enthalten und helfen dem Kohl gegen Bakterien und Schimmelpilze, weshalb diese Inhaltsstoffe auch vor Krankheiten schützen. Eine neue, heilsame Wirkung von Senfölen in Kohl konnten Wissenschaftler der University of California in Los Angeles belegen. Sie schützen vor Entzündungen der Atemwege, indem sie die Bildung von antioxidierenden Enzymen in den Atemwegen fördern und so das Abwehrsystem gegenüber freien Sauerstoffradikalen stärken.

Hier eine kurze Zusammenfassung, welche Kohlsorte wie wirkt:

  • Brokkoli gilt wegen seiner sekundären Pflanzenstoffe Flavonoide (Quercetin) und Sulforaphan als “das” Antikrebs-Gemüse schlechthin. Sulphoraphan kann mit dem gefährlichen Bakterium Heliobacter Pylori fertig werden, welches Magengeschwüre auslöst. Das auch roh leckere Gemüse stärkt Immunsystem, Augen, Haut und Nerven und ist gut für die Verdauung.
  • Grünkohl enthält ebenfalls größere Mengen antikrebs-wirksamer Flavonoide, ist aber ansonsten weniger ein Heilmittel als ein Mittel der Vorbeugung und mit seinen großen Mengen an Vitamin C, E und Betakarotin — alle drei hochwirksame Radikalenfänger — das reinste AntiAging-Gemüse. Interessant ist aber auch der Gesundheitswert seiner vielen Mineralstoffe. Das Knochenmineral Kalzium beugt vermutlich auch Dickdarmkrebs vor und hilft, den Blutdruck zu senken. Phosphor unterstützt Kalzium bei seinen Aufgaben, ist aber auch für die Regulation des Säure-Basen-Haushalts im Körper unverzichtbar.
  • Kohlrabi wird weithin unterschätzt. Dabei finden sich in ihm besonders viele Glucosinolate. Die interessantesten Glucosinolate sind Sulphoraphan und die Indole. Suiphoraphan trägt zu Entgiftungsprozessen bei und entschärft krebserregende Stoffe. Indole unterstützen das Immunsystem und beugen verschiedenen Krebsformen vor.

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